Jess - Jennifer

Jess lief einfach ins Nirgendwo. Sie hatte keine Ahnung, wohin sie eigentlich lief, sie war so fertig. Der Regen lief in Strömen an ihr herab, sie war durchnässt, aber sie merkte es nicht einmal. Ihre Gedanken liefen Amok. Hätte sie doch nur auf ihre Freundinnen gehört! Dana und Steffi hatten sie heute morgen eindringlich davor gewarnt, zu Lia zu gehen. Obwohl sie natürlich nichts von ihren wahren Absichten erzählt hatte, dennoch wollte besonders Dana sie davon abhalten, sich noch mit Lia abzugeben. Sogar Steffi, die sonst eher etwas besonnener war, hatte auf sie eingeredet. Aber sie hatte nicht auf die beiden gehört. Jess wusste ja, dass die drei sich nicht besonders "grün" waren. Die Abneigung beruhte auf Gegenseitigkeit. Von daher hatte sie sich stur gestellt, und war trotzdem hingegangen. Und was hatte es gebracht? Den puren Horror! Sie hatte sich so lange einreden wollen, dass sie sich die ganze Unterhaltung zwischen Lia und deren Freundin Valerie nur eingebildet hatte. Im Fieberwahn, oder im Halbdelirium, wie auch immer... Doch jetzt wusste sie, dass es keine Einbildung gewesen war. Sie hatte die Waffe gefunden! Und als ob das nicht schon schlimm genug gewesen wäre, kam dann auch noch diese Valerie hinzu. Und Lia hatte sich mit ihr zusammen getan. Was die beiden über sie hergezogen hatten. Das war schlimmer als das, was sie im Krankenhaus gehört hatte. Und sie wusste nun, dass die auch kein böser "Traum" gewesen war. Das also hielt Lia wirklich von ihr? Jess konnte nicht mehr. Sie sackte zusammen. Sie war auf einer Brücke, im strömenden Regen und zog ihre Beine an ihren Körper. Es war beinahe so wie in dem vermaledeiten Augenblick vor mehr als zwei Jahren, als Rea sie im Badezimmer des TVoG-Hauses gefunden hatte, kurz nachdem ihr Stiefvater sie angerufen hatte. Damals hatte sie auch nichts mehr mitbekommen, so lange bis Rea sie aus ihrem Zustand befreit hatte. Doch hier gab es keinen Rea. Jess ließ ihren Tränen freien Lauf, sie konnte sie nicht einmal von dem Regen unterscheiden, der sie mittlerweile völlig durchnässt hatte...

Bei diesem Wetter zog es so gut wie niemanden hinaus. Die wenigen, die doch etwas dringendes zu erledigen hatten, bemerkten sie entweder nicht, oder wollten sie nicht bemerken; jedenfalls kümmerte sich niemand um die junge Frau, die zusammen gekrümmt an dem Brückengeländer saß.
Nur eine Person bemerkte sie. Zuerst sah die Frau, die mit dem Auto vorbei fuhr, auch nur ein zusammen gekrümmtes Etwas, sie war auch zu schnell, um wirklich genau hinschauen zu können. Trotzdem war ihr klar, dass sie helfen musste. Etwas war mit der Person nicht in Ordnung. So schnell sie konnte, steuerte sie den nächst gelegenen Parkplatz an, der ein paar Meter weit weg lag, und nahm ihren Schirm aus dem Auto. Dann lief sie, so schnell sie konnte, die Brücke wieder hinauf. Je näher sie der Person kam, desto mulmiger wurde ihr. Sie bekam ein merkwürdiges Gefühl im Bauch; irgendwie kam es ihr so vor, als ob sie die Frau kennen würde...
Dann war sie bei ihr. Und ihr wurde tatsächlich leicht schlecht. Natürlich kannte sie das junge Mädchen, das vor ihr kauerte. "Mein Gott... Jess..." Jennifer Goldhaar schluckte. Langsam ging sie neben Jess in die Hocke. Sie berührte ihre Schulter, doch Jess rührte sich nicht einmal. Jennifer wurde lauter: "JESS!" sie rüttelte fester. Jess schaute auf. Ihr Gesicht war tränenüberströmt. So hatte Jennifer sie noch nie gesehen. "Jess, was ist passiert?" fragte sie direkt. Denn das erneut etwas geschehen sein musste, das Jess so aus der Bahn geworfen hatte, war zu ersichtlich. Jennifer machte sich große Sorgen.

Jess hatte wirklich die letzten Minuten - oder wie viel Zeit auch immer vergangen war - nichts mitbekommen. Sie hatte jetzt erst begriffen, dass jemand neben ihr stand; und nach einigen weiteren Sekunden begriff sie, dass es Jennifer war. Was machte sie hier? Hatte Lia sie vielleicht benachrichtigt? Aber nein, das würde nicht passen. Nicht, nachdem was geschehen war. Lia wäre vermutlich die letzte, die sich Gedanken um sie machen würde. Jess wurde schlecht. Sie würgte. Dann kam eine erneute Panikattacke. Kein Flashback, dieses Mal "sah" sie nichts; aber sie hatte das Gefühl, nicht mehr atmen zu können. Sie hyperventilierte.
Jennifer merkte natürlich sofort, was los war. Sie nahm Jess' Hände in ihre und sagte: "Ganz ruhig, Jess... Ruhig.. Atme ganz ruhig ein und aus, verstehst du mich? Bitte!" Sie führte Jess' Hände an ihren Mund und zwang sie, in ihre Hände zu atmen. "Ganz ruhig... EIN- und AUSatmen.. Gaaaanz langsam..." Es dauerte einige Minuten, aber langsam beruhigte sich Jess tatsächlich. Die Art zu atmen half tatsächlich, und schließlich senkte Jess ihre Arme wieder. "Danke", flüsterte sie.

Jennifer blickte sie an. Sie wusste, dass es Redebedarf gab. Aber nicht hier. Langsam hob sie Jess hoch, denn sie hatte das Gefühl, dass es besser wurde. "So, und nun werde ich dich zu mir bringen, du musst aus diesem Regen raus. Und aus den Klamotten. Und dann will ich, dass du mir sagst, was passiert ist! Was, oder wer, dich wieder so aus dem Konzept gebracht hat! Aber jetzt gehen wir erst einmal zu mir. Komm!"
Jess widersprach nicht, sie lief schweigend mit, als sie zu Jennifers Auto gingen. Dann stieg sie ein, und Jennifer fuhr los. Jess hatte keine Ahnung, wie sie das ihrer ehemaligen Therapeutin sagen sollte. Galt die Schweigepflicht eigentlich immer noch, auch, wenn man nicht mehr direkt in Therapie war? Denn im Grunde war sie das eigentlich nicht mehr, jedenfalls nicht bei Jennifer. Ihre ehemalige Therapeutin war ebenfalls eine gute Freundin geworden, ebenso wie Rea ein guter Freund. In Jess zog sich alles zusammen, als sie an Rea dachte. Sie hätte mit ihm reden müssen! Schon früher. Vielleicht wäre er an Lia heran gekommen. Es war alles ihre Schuld, mal wieder... Das konnte sie doch nicht erzählen. Wenn sie das jetzt sagte, und auch, dass sie es schon so lange wusste, würden sowohl Jennifer als auch Rea bestimmt nichts mehr mit ihr zu tun haben wollen. Von dem Ärger, den sie bekommen würde, mal ganz abgesehen. Aber andererseits, sie musste es erzählen. Lia durfte das nicht tun. Was sie vorhatte, war Wahnsinn! Aber was war, wenn keiner von ihnen ihr das glaubte? Vor allem Rea würde es schwer fallen DAS zu glauben...

Während Jess noch überlegte, was sie tun sollte, und ob Jennifer es vielleicht ebenfalls nicht weiter erzählen durfte, waren sie angekommen. Jennifer schob Jess in ihre Wohnung und holte Kleidung aus einem Schrank. Sie legte diese Jess in die Arme und sagte: "So, und nun will ich, dass du ins Bad gehst, dich umziehst und dir die Haare föhnst. Wenn du fertig bist, will ich wissen, was los ist!"
Jess blickte Jennifer an. Sie hatte schon zu viel Zeit verloren, sie konnte nicht noch mehr damit vergeuden, sich umzuziehen und zu föhnen... Jess warf die Sachen auf das Bett und sagte: "es, es ist so schrecklich... Ich, ich habe großen Mist gebaut... Ich weiß nicht, vielleicht ist es schon zu spät; ich kann nicht noch länger warten!..." Dann fing sie wieder an zu weinen.
Jennifer sagte nichts. Sie ging nur kurz ins Badezimmer um Jess einen Bademantel überzustreifen. "Du wirst dich erkälten. Zieh ihn über und dann sag mir bitte jetzt sofort, was los ist! Langsam machst du mir wirklich Angst... Was hast du getan, das du meinst, an etwas schrecklichem "Schuld" zu sein?" Jess sah sie an. Es gab keine andere Wahl. Sie musste es sagen! Doch vorher fragte sie: "Bist, bist du noch in der Schweigepflicht? Obwohl du nicht mehr meine Therapeutin bist?" Jennifer zog sie Luft ein. Was auch immer das Mädchen - mal wieder - quälte, es schien extrem übel zu sein... "Ehrlich gesagt, eigentlich nicht. Ich bin nicht mehr wirklich deine Therapeutin, das weißt du - aber", fügte sie hinzu, als sie sah, wie Jess die Schultern herab fielen, und sie in sich zusammen sackte, "ich werde mir anhören, was du zu sagen hast, und dann entscheiden, ob ich es für mich behalte, oder nicht. Einigen wir uns darauf? Du weißt, du kannst mir immer vertrauen! Also?"

Jess nickte. Schließlich kam es stotternd aus ihr heraus: "Ich, ich habe einen furchtbaren Fehler gemacht... Aber ich habe wirklich gedacht, ich hätte es mir nur eingebildet. Es wäre nicht real..." Sie merkte selber, dass sie stotterte. Das was sie sagte, machte keinen Sinn. Langsam sammelte sie sich, und dann kam es aus ihr heraus: "Lia hat vor, unseren Entführer, beziehungsweise den, der uns so zugerichtet hat, zu ermorden..." Sie hatte es leise gesagt, und dabei auch auf ihre Narben an ihren Unterarmen geschaut. Sie wollte Jennifer nicht ansehen.
Doch sie hörte sie. Jennifer hatte kurzfristig den Atem angehalten, als sie begriffen hatte, was Jess da gerade gesagt hatte. Dann stieß sie ihn pfeifend durch die Nase wieder aus. Langsam kniete sie sich zu der immer noch nassen und mittlerweile frierenden Jess herunter. Oder zitterte sie aus Angst? Jennifer wollte nicht glauben, was sie da gerade gehört hatte. Sie fragte nach: "Jess, bitte sag das noch einmal: Habe ich das jetzt richtig verstanden? Hast du gerade gesagt, dass Lia vorhat, den Verbrecher zu ermorden, der euch in seiner Gewalt gehabt hat? Woher weißt du das? Hat sie dir das gesagt?" Irgendwie waren ihr das jetzt definitiv zu wenig Informationen, um das wirklich zu glauben. Jess atmete noch einmal tief durch, dann erzählte sie alles. Von dem Augenblick, als sie im Krankenhaus das erste Mal davon gehört hatte. Wie Lia und Valerie darüber gesprochen hatten. Über die Waffe - und über sie. Ja, sie erzählte das erste Mal auch darüber, und dann sah sie Jennifer an: "Das war der wirklich Grund für meine Alpträume; für meine Flashbacks... Ich habe das ganze gehört und konnte es ebenfalls nicht glauben. WOLLTE es nicht glauben. Die ganze Zeit habe ich mir vorgemacht, dass ich mir das nur eingebildet habe, und ehrlich gesagt war mir die Vorstellung, einen "normalen" Flashback zu bekommen, lieber, als dass meine Alpträume wahr sein könnten... Aber, aber irgendwie hab ich das ganze auch nie wirklich vergessen können. Auch, wenn ich es die ganze Zeit gehofft habe, aber ich musste mich davon überzeugen, dass es nicht wirklich so war. Auch, was die furchbare Hetze anging, die Lia und diese Valerie betrieben haben..." Ihr stiegen wieder Tränen in die Augen, dann fuhr sie fort: "Ich bin heute Morgen zu ihr gefahren. Obwohl mich Dana und Steffi davon abhalten wollten, weil sie meinten, es wäre nicht gut für mich... Hätte ich nur auf sie gehört... Ich, ich wollte nur mit Lia reden, sie fragen, wie es ihr geht, wie sie die  Zeit überstanden hat.. Und ich wollte mich davon überzeugen, dass es diese Waffe nicht gibt. Dass alles nur Einbildung gewesen ist..." Sie sah wieder nach unten.

Jennifer schwante übles. Sie brauchte nicht weiter zu fragen, um sich denken zu können, was geschehen war. So, wie Jess aussah, wusste sie es. Dennoch schwieg sie, und ließ ihr die Zeit, weiter zu reden. Schließlich hatte sich Jess wieder gesammelt: "Ich, ich habe vorgegeben, ins Bad zu müssen, und Lia war im Wohnzimmer... Ich, ich habe leise gesucht, jedenfalls habe ich mir vorgemacht, leise zu sein.. Aber anscheinend war ich es nicht... Jedenfalls habe ich auch in ihrem Schlafzimmer gesucht; und da habe ich sie schließlich gefunden: Eine Waffe! Sie hat tatsächlich eine Waffe!... Ich wollte mit ihr reden, sie fragen, ob es ihr ernst ist, ich konnte es immer noch nicht glauben - aber dann kam sie; zusammen mit dieser Valerie. Sie muss in der Zwischenzeit dazu gekommen sein, ich hab es nicht mal mitbekommen. Und dann fingen die beiden an, mich fertig zu machen. Beide zusammen. Sie haben mich so übel beschimpft. Ich bin eine Hure, hat Lia gesagt... Und dass ich es doch immer gewollt hätt..." Jess verschluckte sich und konnte nicht mehr weiter sprechen. Was sie noch alles gesagt hatten, war so schrecklich gewesen, dass sie nicht darüber reden wollte. Dass Valerie die Hauptperson gewesen war, die so über sie hergefallen war, sollte ihr eigentlich gar nicht so viel ausmachen, sie kannte dieses Miststück ja nicht einmal - aber dass Lia ihrer Freundin so beigepflichtet, und teilweise noch einen drauf gesetzt hatte, dass konnte Jess nicht verstehen. Und das tat so weh, als hätte Lia ihr selbst in den Leib getreten, oder ins Gesicht geschlagen. Sie hatte erneut das Gefühl, nicht richtig atmen zu können.

Jennifer hatte fassungslos zugehört. Dass Lia eine schwierige Person war, hatte sie gespürt, direkt als sie sie kennen gelernt hatte. Sie hätte ihr gerne ebenfalls geholfen, aber sie hatte sie ja nie an sich heran gelassen. Der einzige, der überhaupt an sie heran kam, wenn überhaupt, war Rea. Aber das hier hätte selbst sie Lia nicht zugetraut. Obwohl sie gespürt hatte, dass da etwas unter ihrer Oberfläche kratzte, das hervor wollte. Und sie hatte auch intuitiv geahnt, dass es nichts Gutes war, was da nach oben wollte. Hätte sie sich doch noch mehr mit ihr beschäftigt...
Dann riss sie sich zusammen. Sie kniete immer noch bei Jess und hob ihren Kopf zu sich: "Jess, wie lange ist das jetzt her, seit ihr euch getrennt habt? Seit eurem Streit, als du fort gelaufen bist?" Jess zuckte mit den Schultern. "Ich, ich weiß es nicht... Ich bin einfach nur weggelaufen, ich wusste nicht einmal genau wohin. Dann bin ich wohl zusammen gebrochen; aber ich weiß wirklich nicht, wie lange das gedauert hat, bis du mich dann gefunden hast... Lia ist bestimmt schon lange weg. Was sollen wir dann jetzt nur machen?" Jennifer stand auf. Das erste, was sie jetzt tun musste, war Rea zu benachrichtigen. Sie wusste nicht, ob Lia tatsächlich fort war, und wenn ja, wohin sie gegangen sein könnte. Vielleicht war sie bei Rea? Eventuell hatte sie ja jemanden gebraucht, bei dem sie sich über den Streit mit Jess auskotzen konnte? Wobei, Jess' Erzählung nach zu urteilen, hatte sie ja jetzt wohl diese Valerie als beste Freundin auserkoren... Mein Gott, woher hatte diese Person eine Waffe? In welchen Kreisen verkehrte sie, beziehungsweise wohl auch Lia? Wie viel gab es noch,  das selbst Rea von seiner Freundin nicht wusste? "Ich werde jetzt Rea anrufen. Vielleicht hat er eine Ahnung, wo Lia zu finden ist? Abgesehen davon, habe ich Hoffnung, dass, wenn noch nicht einmal die Polizei weiß, wo der Verbrecher zu finden ist, Lia davon auch - noch - keine Ahnung hat!"

Jess starrte Jennifer erschrocken an: "Nein! Bitte, bitte nicht! Du, du hast gesagt, dass du niemandem etwas davon erzählst! Und vor allem nicht Rea!..." Sie dachte kurz daran, dass Lia sie quasi "bedroht" hatte, ihr ins Gesicht gesagt hatte, dass sie sich von Rea fernhalten sollte. Sie war so voller Hass gewesen...
Jennifer kniete sich noch einmal zu ihr. Sie strich ihr sanft über ihre immer noch nassen Haare: "Jess, bitte.. Versteh doch! So etwas kann und darf ich nicht für mich behalten! Du hast mir gerade erzählt, dass Lia vorhat, eventuell einen Mord zu begehen! Sie hat zumindest Vorkehrungen dafür getroffen. Und da sie jetzt weiß, dass du darüber bescheid weißt, fürchte ich, dass es auch sein kann, dass sie verschwindet. Ich habe zwar immer noch die Hoffnung, dass sie vielleicht die Waffe wieder bei dieser Valerie verstaut haben könnte, und eventuell jetzt mit Rea zusammen sein könnte. Vielleicht erzählt sie ihm ja genau denselben Streit, aber in einer ganz anderen Version über dich? Ich muss mit ihm reden. Und glaube mir, ich werde bestimmt nichts Schlimmes über dich sagen..."

Jess nickte ergeben. Es gab keine andere Wahl. Und im Grunde hatte sie es ja schon geahnt, dass es so kommen würde. Jennifer stand jetzt wirklich auf, nahm ihr Handy von der Kommode und sagte zu Jess: "Und jetzt gehst du bitte wirklich ins Badezimmer, ich will nicht, dass du noch eine Lungenentzündung bekommst! Abmarsch!" Jess fügte sich, langsam war ihr wirklich kalt. Ob es nur von der Nässe war, wusste sie nicht. Angst hatte sie immer noch. Was würde Rea dazu sagen, dass sie so lange geschwiegen hatte?...

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Christal, 31
Traumland